Geschichte

Aus der Hausacher Stadtchronik geht hervor, dass im 16. Jahrhundert die Hauserbacherin Gertrud Senwig gelebt und furchtbare Dinge getrieben haben soll. Zusammen mit einem dunklen Mann, dem Wesserli, der Ihr zu Willen gewesen ist, soll Sie teuflische Dinge getrieben haben. Man sagt Ihr unter anderem Brandstiftung zum Nachteil von Hausacher Bürgern nach. Nach Ihren grausamen Taten soll Gertrud Senwig auf einem schwarzen Tier ähnlich einer Geiß davon geritten sein. Im Jahre 1561 wurde sie verurteilt und dem Scheiterhaufen übergeben.

Diese Sage nahmen sich Marius Bonhage (Hausach), Manfred Geisinger (Haslach) und unsere nette Tamara Isenmann (Zell a. H.) Anfang des Jahres 2006 zum Anlass die Senwig-Hexen ins Leben zu rufen.

"Als weitere Hexe ist die Gertrud Senwig in die Maschen der Justiz verstrick worden. Sie war eine Hauserbacherin, die fuchtbare Dinge getrieben haben soll. Mit der Weiß Els, die im Jahre 1561 als Hexe den Scheiterhaufen bestiegen hat, soll sie zusammen auf einem schwarzen Tier, das einer Geiß ziemlich ähnlich sah, durch die Luft davon geritten sein, hinauf auf die Fichteneck; dort droben sei getanzt worden, zu einer Lyra, gab sie selber an, - wer weiß, welche Qual und Pein sie ausgehalten hat, ehe sie solchen Wahnsinn gestand. Dabei sein ein schwarzer Mann, der Wesserli, gewesen, dem sei die Gertrud zu Willen gewesen und wie Gott, was sonst noch mit diesem Wesserli zusammen alles an Teufeldingen getrieben worden ist, unter anderem [...] und eine Brandstiftung zum Nachteil des Hausacher Pfarrherrn, die mit allem erdenklichen Hokus-Pokus ins Werk gesetzt worden ist. Branz hat die Verurteilung der Gertrud Senwig an die Grafen berichtet und hat angefragt, was nun geschehen solle und wie das Urteil zu vollstrecken sei, und die Vormundschaft die doch wahrhaftig schon gut humanistisch geschult war, hat dennoch den Bescheid gegeben, dass angesichts der Einvernahme und des Geständnisses des „Maidlins“ nicht ratsamer erfunden werde, als dass Gertrud durch das „Fewer von der Welt absondere“. Der Allmächtige möge ihrer Seele gnädig sein."

Originalauszug aus der Chronik der Stadt Hausach, S. 40

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